Berufsfeuerwehrtag bei der Jugendfeuerwehr Bremke
Vom 24.10.-25.10.09 fand bei der Jugendfeuerwehr Bremke ein Berufsfeuerwehrtag oder ein sogenannter 24-Stunden-Dienst statt. Ziel dieses Tages war, den Kindern den "Alltag" eines (Berufs-)Feuerwehrmanns Nahe zu bringen, den Spaß an der Feuerwehrtechnik zu vermitteln und vor allem Werte wie Kameradschaft und Toleranz zu fördern.
Pünktlich um 9.00 Uhr begannen 9 Jungen und 2 Mädchen und die Betreuer den Dienst. Der Dienstplan wurde durchgegangen und die Fahrzeugbesatzung für vier Fahrzeuge eingeteilt.
Als erstes stand dann eine Unterrichtsstunde in "Erste Hilfe" auf dem Programm.
Mitten im Unterricht kam dann der erste Einsatz dazwischen: Ein Radfahrer war verunglückt und bewußtlos an einem Feldweg aufgefunden worden. Hier konnte die Besatzung des "RTW" gleich ihre Kenntnisse in Erste Hilfe, speziell der stabilen Seitenlage, anwenden.
Kaum war die RTW-Besatzung wieder eingerückt, schon wieder ein "Alarm". Diesmal musste der gesamte "Löschzug", bestehend aus einem LF8/8, TLF8/18 und einem ELW1 ausrücken. Auf einem benachbartem Gutshof war die "Brandmeldeanlage" ausgelöst worden. Noch während der Fahrt hat die "Leitstelle" allerdings dann durchgegeben, dass es sich hier um einen Fehlalarm handelte. Der Löschzug drehte ab und fuhr zum Gerätehaus zurück.
Nach einer Verschnaufpause
gab es dann um 12.30 Uhr Mittagessen.
Die Kinder hatten fast aufgegessen, da kam der nächste Einsatz herein: Das TLF8/18 wurde zum Brand eines Altkleidercontainers gerufen. Die zurückgebliebenen Kameraden waren froh, das sie in Ruhe weiteressen konnten. Aber die Freude währte nicht lange: Denn das TLF hat den Rest des "Löschzugs" nachgefordert, da es mit der Situation allein überfordert war. Der Container "brannte" in voller Ausdehnung.
Natürlich waren die Kinder jetzt noch viel froher, dass auch sie jetzt ausrücken durften!
Nachdem der "Brand" bekämpft worden war, gab es wieder Freizeit. Um 14.00 Uhr stand dann die nächste Unterrichtseinheit auf dem Plan: "Dienstsport"! Nach einer Aufwärmrunde mit Liegestützen und Hampelmännern ging es dann im Gänsemarsch joggend ins Gelände.
Anschließend war wieder Freizeit angesagt, die sich alle redlich verdient hatten. Und es mussten ja auch noch die Betten für die Nacht hergerichtet werden!
Nachdem sich die Kinder ein wenig erholt hatten, ertönte der Gong und der nächste und für diesen Tag letzte Einsatz stand an: Der Löschzug wurde zu einem "Schuppenbrand" gerufen. Hier hat die Besatzung des TLF mit Hilfe der Schnellangriffseinrichtung das erste Rohr vorgenommen. Die Besatzung des LF hat die Wasserversorgung zur Einspeisung des TLF hergestellt und dann das zweite Rohr zur Brandbekämpfung vorgenommen. Das "Feuer" war schnell gelöscht und man konnte wieder in das Feuerwehrgerätehaus einrücken.
Hier wurden dann die Fahrzeuge wieder hergerichtet und gewaschen und die nassen Schläuche aufgehängt.
Anschließend gab es dann Abendessen, heiße Würstchen vom Grill. Plötzlich fuhr ein Auto vor und ein Überraschungsgast stand vor der Tür: Der Gemeindejugendwart Peter Heinzelmann hatte von unserem Berufsfeuerwehr-Tag gehört und wollte mal gucken, was wir so machen! Das hat alle sehr gefreut!
Nach dem Essen stand noch eine kleine Unterrichtseinheit "Brandklassen" auf dem Stundenplan. Was es mit der Brandklasse "F" für Fettbrände auf sich hat, wurde dann noch anhand einer "Fettexplosion" veranschaulicht! Die Kinder waren sehr beeindruckt, was eine winzige Menge Wasser, die in brennendes Fett geschüttet wird, für Auswirkungen hat.
Ein letztes Highlight war die anschließende Nachtwanderung. Kinder und Betreuer sind einen Rundweg gegangen, der teilweise auch durch Waldgebiete führte. Das war zeitweise sehr dunkel und sehr gruselig, Taschenlampen waren nämlich Tabu! Das einzige Licht waren leuchtende Knicklichter, die jedes Kind vorher ausgehändigt bekommen hat!
Zurück im Feuerwehrgerätehaus fielen die Kinder dann total k.o. auf ihre Luftmatratzen! Zum Einschlafen gab es dann auf Wunsch noch eine witzige DVD!
Am nächsten morgen um 9.00 Uhr wurde der 24-Stunden-Dienst, der durch die Zeitumstellung ja sogar ein 25-Stunden-Dienst war, mit einem schönen Frühstück beendet.
Am Ende konnte eine durchweg positive Bilanz gezogen werden. Die anspruchsvollen Aufgaben wurden von den Kindern mit Bravour gemeistert, sie hatten viel Spaß und haben viel gelernt. Und die erste Frage der hochmotivierten KameradenInnen war: "Wann machen wir das wieder?"
Um die Übungssicherheit zu gewährleisten wurden die Übungen unter der Beachtung von STVO, UVV Feuerwehren, RdErl. MI37/2004, Ausb.Richtl. Nds. JF, FwDv3 durchgeführt.
Ein dickes Dankeschön geht natürlich an alle Helfer, ohne die die Durchführung eines solchen Tages nicht möglich gewesen wäre.
Wiebke Mareile Belz/ JFW


