Erschwerte Bedingungen durch Losverfahren - 22.08.2010
Schnell, aber ohne Hast, erfüllen die Feuerwehrmänner den Einsatzbefehl: Feuer in einem Dachgeschoss, Ausbreitung verhindern und Brand bekämpfen. 41-mal wird er an diesem Sonntag in Lenglern gegeben. So viele Gruppen beteiligen sich am Leistungswettbewerb 2010 der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Göttingen.
Im Wettstreit wollen sie die Besten ermitteln. In zwei Kategorien treten die Gruppen mit je neun Mitgliedern an: elf Fahrzeuge mit eigenem Wassertank und 30 Gruppen mit Tragkraftspritze ohne eigene Wasserführung. Aus jeder Wertungsgruppe qualifizieren sich die sechs besten Teams für den regionalen Landesvorentscheid (früher Bezirkswettbewerb) am 19. September in Duderstadt.
An diesem Sonntag kämpfen die Gruppen und Trupps unter schwereren Bedingungen als früher: Erstmals wird ausgelost, wer im Team welche Aufgabe übernehmen muss – nur der Gruppenführer, Maschinist und Melder sind vorher besetzt. Das heißt: Jeder im Team muss alles können, vom Wassertrupp, der schwere Saugschläuche in einem Wasserbecken platzieren muss, bis zum Angriffstrupp an der Leiter. Bisher konnten die Feuerwehrleute eine Position einnehmen, die ihnen besonders liegt. Zehn Minuten Zeit haben die Wettkampfgruppen für den Einsatz. 500 Punkte hat jedes Team als Startguthaben – Fehler und schlechte Zeiten geben Abzugspunkte.
Die Gruppe aus Bremke startet gut: Die Ausrüstung ist sauber zurecht gelegt, der Befehl wird fehlerlos übermittelt. Dann verhaspelt sich der Wassertrupp – bereits verbundene A-Schläuche lösen sich wieder. Später sichert der Angriffstrupp die Leiter nicht richtig – auch das gibt Abzugspunkte. Gruppenführer Arne Belz ist trotzdem zufrieden. „Der Gesamteindruck war gut“, sagt er, „und die Gruppe hat vor allem als Team gut zusammengearbeitet“.
Das spielt bei den Wettkämpfen ebenso eine Rolle wie Geschwindigkeit, Sicherheitsaspekte und die richtigen Handgriffe an den Stationen zwischen Wasserentnahmestelle und vermeintlichem Feuer. Hinzu kommen Sonderprüfungen mit feuerwehrtechnischen Aufgaben wie Landkarten lesen, Knoten binden oder Berechnungen zum Pumpendruck.
Kreisbrandmeister Karl-Heinz Niesen ist am Ende „sehr zufrieden“ über den Ablauf der Wettkämpfe mit mehr als 500 Teilnehmern, zu denen auch etliche Wertungsrichter gehören. Dafür hat vor allem die Feuerwehr Lenglern gesorgt – und noch selbst zwei Gruppen in den Wettbewerb geschickt. „Beachtlich“ sei auch der Rückhalt der Bürger, so Niesen. Denn die drei Wettkampfbahnen im Umfeld des Feuerwehrhauses blockierten nicht nur mehrere Straßen, sondern auch etliche Grundstückseinfahrten.
Bei dem Kreiswettbewerb in Lenglern erziehlte die Freiwillige Feuerwehr Bremke mit 301,64 Punkten den 11. Platz in der Gruppe der wasserführenden Fahrzeuge. (Bericht: Göttinger Tageblatt)
Aufstellung der Wettbewerbsgruppe:
Gruppenführer - Arne Belz
Melder - Karsten Strohschen
Maschinist - Reiner Kobold
Angriffstruppführer - Kai Rode
Angriffstruppmann - Jens Lüdeke
Wassertruppführer - Kai-Tillmann Bartels
Wassertruppmann - Tilman Rode
Schlauchtruppführer - Mathias Winkler
Schlauchtruppmann - Björn Bartels


